
In der hier nachzulesenden Hitlist der 100 besten Drogenlieder steht auf Platz 34 ein interessanter Musiker, mit einer außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte. Sixto Rodriguez, oder auch "Jesus" Rodriguez, oder schlicht Rodriguez oder "The Sugar Man" genannt, brachte 1969 in seiner Heimatstadt Detroit eine Platte mit dem Titel Cold Fact
"Sugar man, won’t you hurry
‘Cos I’m tired of these scenes
For a blue coin won’t you bring back
All those colors to my dreams"
Musikalisch mag man nicht nur bei diesem Stück zu Recht Einflüsse Bob Dylans vermuten. Eine akustische Gitarre, eine sehnsuchtsvolle, leicht kratzige Stimme und dazu dezent platzierte psychedelische Synthy-Effekte vermögen schnell alte Hippiegeister zu wecken...
Doch zurück zu seiner Geschichte: Seine 1. Platte war in den USA kein Erfolg. Seine 2. Platte "Coming From Reality" war gar noch ein größerer Flop, so dass Sixto Anfang der 80er seine Musikerkarriere an den Nagel hing - nicht wissend, welche "Revolution" er andernorts bereits ausgelöst hatte. In Südafrika nämlich hat vor allem Cold Fact
Einige dieser Fans müssen dann wohl eine Fanseite errichtet haben. Denn diese wurde 1997 von Sixto's Tochter Eva entdeckt. Diesem Umstand war es dann zu verdanken, dass der mittlerweile 55jährige, der quicklebendig und in seiner Heimatstadt als Sozialarbeiter tätig war, nach langer Musikerpause und 29 Jahre nach seinem Debutalbum auf seine erste Südafrika-Tour ging, die den Titel trug: "Dead Men Don't Tour: Rodriguez in South Africa 1998". Der Weg zum Erfolg ist eben nicht nur steinig, sondern manchmal auch kurvenreich.
Eine 4-teilige Reportage, die diesen Weg der (Wieder-)Entdeckung Sixtos ("Jesus") Rodriguez nachzuzeichnen versucht, gibt es bei Youtube zu sehen.
In dem 2006 erschienen Drogen-Beziehungs-Drama Candy - Reise der Engel
Zum Abschluss gibt's dann auch den "Sugar Man" - zunächst im Original, visuell etwas aufgepeppt. Abschließend in der Version
mehr zu lesen und zu gucken:
- ein Artikel im "Telegraph"
- die offizielle Website
- weitere Videos